Ein neues Trekking eBike steht vor einem Feld mit dem Blick auf den blauen Himmel

Mein Auto, das eBike (1): Neuanschaffung

Seit Herbst 2018 radle ich elektrisch durch die Gegend. Meinen Weg zur Arbeit habe ich aber immer abwechselnd zurückgelegt – mal mit dem Bike, mal mit dem Roller, mal mit dem Auto. Das ändert sich jetzt. Ich habe über das Jobrad ein neues Trekking(e)bike geordert. Das Ziel: Ich will so viele Wege wie möglich mit dem eBike zurücklegen. Die 300er Vespa und vor allem das Auto sollen nur noch im Notfall genutzt werden.

Für mich war es ein No-Brainer als mir mein Arbeitgeber die Option auf ein Jobrad anbot. Zu verlockend war der Gedanke ein neues Rad zu bekommen und dann auch noch ordentlich Geld zu sparen (mit jobrad.org spart man etwa 30 Prozent gegenüber dem Listenpreis). Meine Anforderungen an das zukünftige E-Bike:

  • Schutzbleche (hinten und vorne)
  • eine fest montierte Lichtanlage
  • ein starker Motor der Spaß macht
  • ein leistungsfähiger Akku für langanhaltenden Fahrspaß
  • eine hochwertige Schaltanlage
  • ein modernes Display (das wollte der Nerd in mir)

Also hieß es erstmal das Angebot von Fahrrad XXL zu filtern und ein passendes Rad suchen.

Ein neues Trekking eBike steht vor einem Feld mit dem Blick auf den blauen Himmel
Ein Ersatz für das Auto? Das Haibike Sduro Trekking 6.0 mit Vaude Gepäcktasche

Meine Wahl fiel auf ein Haibike Sduro Trekking 6.0. Gespannt war ich vor allem auf den Motor von Yamaha, da bei meinem älteren E-Bike von KTM einen Bosch-Akku und -Motor verbaut ist. Das Rad wurde per Spedition angeliefert und kam sehr gut verpackt an. Nach der Montage der Pedale, dem Einstellen der Lenker und der Brems- bzw. Schalthebel, einer Kontrolle sämtlicher Schrauben die ich finden konnte, war es Zeit für eine erste Testfahrt.

Erster Eindruck: Naja…

Nein, Liebe auf den ersten Blick war es nicht. Irgendwie war mein altes E-Bike bequemer (Citybike, weicher Sitz, Tiefeinsteiger). Das Haibike fährt sich auch total anders. Die Sitzposition ist sportlicher, der Motor knackiger aber auch lauter und die Schaltung mit zwei Zahnkränzen vorne überforderte mich. Ich beschloss das Bike erstmal Bike sein zu lassen und fuhr es erst am nächsten Tag wieder. Die Teststrecke war mir bekannt, schließlich handelte es sich um meinen täglichen Weg zur Arbeit. Diese Strecke kenne ich und so konnte ich die beiden Räder gut vergleichen.

Langsam machte sich ein Grinsen in meinem Gesicht breit. Das Haibike fährt sich gut, richtig gut sogar. Der Speed ist ordentlich und der Motor arbeitet ziemlich ordentlich. Auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit habe ich keine Lust auf Schwitzflecken, weswegen der elektrische Antrieb ordentlich mithelfen darf.

Meine Unterstützungsstufen waren also mindestens „standard“ manchmal auch „high“. Nach 20 Minuten beendete die Einfahrt zum Büro den Fahrspaß. Wobei dieser durch eine schlecht eingestellte Schaltung getrübt wurde. Mittags stand also „Schaltung einstellen lassen“ statt „belegtes Brötchen“ auf der Speisekarte.

Happy – auch im Eco-Modus

Mit einer frisch justierten Schaltung ging es also auf den Heimweg – dieses Mal im Eco-Modus. Herrlich. Kein schleifen, keine springenden Gänge. So macht das Spaß. Bei meinem alten Rad hatte ich übrigens einen Korb für meinen Rucksack montiert. Der fehlt (noch) auf dem Haibike. Der Rucksack mit meinem ganzen Technikkram wandert einfach in eine Fahrradtasche. So richtig zufriedenstellend ist das nicht, weshalb ich mich gleich mal nach Alternativen umgesehen habe.

Praktisch wäre ein Rucksack den man, wie eine Gepäckträgertasche, ans Rad klicken kann. Fündig wurde ich bei Red Rebane. Der Purist Pro ist ein „Gepäckträger-Rucksack“ welcher die Klickmechanik sogar verstecken kann wenn der Rucksack nicht am Rad hängt. Erstmal bleibe ich aber aus Kostengründen (das Teil kostet immerhin 225 Euro) bei der Rucksack- und Gepäckträgervariante.

Display – Multifunktional mit Bluetooth

Richtig schick ist das Display des Yamaha-Antriebs. Die Anzeige wird farbig dargestellt und lässt sich jederzeit gut ablesen. Nicht so schön: schaltet man die Beleuchtung am Rad, dimmt das Display automatisch die Helligkeit runter. Die Werte sind dann schwerer ablesbar. In der Dämmerung fällt das weniger auf, bei der Fahrt im Regen mit aktivem Licht schon.

Das Display bietet auch einen hohen Nerdwert: es lässt sich ganz einfach per Bluetooth mit einem Smartphone verbinden. Im Zusammenspiel mit (z.B.) der Fahrradnavi-App Komoot, kann so dann die Navigation auf dem Display des Bikes angezeigt werden. Kleiner Tipp: Einfach Bluetooth am Yamaha-Display aktivieren und dann in der Komoot-App unter Einstellungen/Verbindungen „Yamaha“ oder „Haibike“ auswählen.

Fazit:

Die ersten 100 Arbeitskilometer mit dem Haibike Sduro Trekking 6.0 machten schon ordentlich Spaß und Lust auf eine länegere Ausfahrt. Die Unterstützung in den Modi „High“ und „Standard“ ist ziemlich kräftig, wer Fahrrad-Feeling möchte schaltet auf „Eco“ oder gar „Eco+“. Die Reichweite variiert dabei von 80 bis 200 Kilometer (zumindest laut Bordcomputer). Da der Akku im Rahmen verbaut ist, ist dieser auch schwerer entnehmbar als bei Rädern die den Akku auf dem Rahmen montiert haben. Das erste Entnehmen endete sogar in einem verklemmten Akku, welche nur mit einem gezielten Einsatz eines Schraubendrehers gelöst werden konnte (mittlerweile sitzen aber die Handgriffe).

Hier gibt es übrigens einen Artikel über eine sehr günstige Einkaufstasche für den Gepäckträger: Fahrrad-Gadgets (1): die Einkaufstasche für das Fahrrad

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