Digital Payment: Zahl doch wie du willst

0.20, 0.40, 0.90, 1.10… och nö, oder… 1.20, 1.70, 1.80, 1.90, 1.95… hmm hmmmmmm… 1.97, 1.98, 1.99… Yes, fertig. Da hat wohl jemand sein ganzes Kleingeld extra für diese Packung Taschentücher aufgespart. Mal ehrlich: Ihr seid doch auch schon mal an der Kasse gestanden und habt innerlich gekocht. Dabei kann zahlen doch so einfach sein. Kartenzahlung erwähnen, Karte oder Gerät an Terminal halten, fertig.

Das bargeldlose Zahlen ist für mich bis jetzt der Trend 2019. Immer mehr Läden bieten ein Terminal für den einfachen und schnellen Zahlungsverkehr, immer mehr Kunden zücken an der Kasse Karte und Co. Die Vorteile: Brageldlos geht es schneller, sauberer und tatsächlich auch sicherer – wenn man es richtig macht. Ich habe es ausprobiert und bin begeistert.

Zahlung mit Kreditkarte
Mein Einkauf liegt auf dem Laufband und die Kassenkraft scannt fleißig. „Das macht 28,54 Euro lächelt sie mir entgegen.“ Ich zücke meine Kreditkarte und entgegne ihr „Mit Karte, bitte!“. Jetzt bin ich baff… Statt mir das Terminal zuzudrehen, zieht sie es zu sich, reißt mir die Karte aus der Hand und steckt diese in den Kartenschlitz um mir dann den Apparat für die Eingabe der Pin zu geben. Während ich die Pin eintippe, frage ich, warum sie meine Karte genommen hat. Ihre Antwort: „Weil jeder zweite Kunde die Karte falsch in den Kasten steckt und das dann alles aufhält.“ Ja, aber das sei doch kein Grund mir ungefragt die Karte abzunehmen, meine ich. Sie lächelt: „Was soll ich denn sonst damit tun.“ Ich gebe auf…
FAZIT: Die Zahlung per Karte geht schnell. Im besten Fall bleibt die Karte dabei auch in meiner Hand. In diesem Fall fand ich es nicht so toll, weil eigentlich kann man mit so einer Karte doch ganz schön viel anstellen, werte Kassenkraft.

Kontaktloses Zahlen mit der Kreditkarte
Tatort Drogerie. Piep, piep, piep… „13,70 bitte“. Wieder antworte ich mit einem fröhlichen „Mit Karte. Bitte.“ Diesmal halte ich meine Karte schon extra ein Stück weg. Ich nehme mir vor: Die Karte bleibt bei mir. Auf das Kommando der Kassenkraft lege die Mastercard über das Terminal und schon piepst es. Nicht mal ein Pin ist dieses mal nötig, weil der Betrag unter einer gewissen Grenze liegt.
FAZIT: Kontaktloses bezahlen ist einfach nur praktisch. Es geht schnell, sauber und ist sicherer als man denkt.

Kontaktloses Zahlen mit dem Smartphone (Apple Pay)
Samstag, 14:30 Uhr, Ikea. Es ist die Hölle. Menschen, überall Menschen! Ich muss hier raus. Wir zahlen also an der Schnellkasse mit Karte. Beim Rausgehen erinnere ich mich, dass ich am Vorabend noch Apple Pay eingerichtet habe und das dass bei einem solch großen Shop wie Ikea doch sicher schon funktionieren sollte. Blöd, dass wir schon an der Kasse vorbei sind. Wait a minute! Es gibt ja noch den Food Shop nach den Kassen. Großartig Geld will ich nicht raushauen, weswegen ich mit einer Tüte Salzmandeln zur Kasse marschiere. Nervös krame ich mein iPhone hervor. Doppelklick rechts: check; Gesichtserkennung: check; Ans Terminal halten: check; Bezahlung: check. „War es das schon?“ frage ich mich verwundert. Ja, das war es tatsächlich schon. Zufrieden knabbere ich auf dem Heimweg meine Salzmandeln.
FAZIT: Einkaufen ohne Geldbeutel – die Zukunft hat für mich an einem Samstag im IKEA begonnen. Ich liebe es und zahle mittlerweile einen Großteil meiner Einkäufe mit dem Smartphone oder der Apple Watch…

Kontakloses Zahlen mit der Apple Watch (Apple Pay)
In Sachen kontaktloser Karten- und iPhone-Zahlung bin ich mittlerweile ein alter Hase. Wovon ich bis jetzt nicht überzeugt war, ist die Zahlung per Apple Watch. Irgendwie war es mir immer zu futuristisch. Ihr merkt, ich spreche von der Vergangenheit. Aktueller Stand: Ich liebe es. Beispiel: Ich stehe am Aldi an der Kasse. Alles was ich dabei habe ist meine Apple Watch Series 4. Kein Bargeld, keine Karte, kein iPhone. Nachdem mir die Verkäuferin den Preis präsentiert, kommt wie immer mein Sprüchlein „Mit Karte bitte!“. „Gerne lächelt mir die Kassiererin entgegen als sie seht, dass ich meinen Ärmel hochschiebe und an meiner Armbanduhr herumdrücke. Was nun folgt dauert einen Wimpernschlag. Ich halte die Uhr über das Display des Kartenlesers, es piepst und schon schießt der Kassenzettel aus dem Minidrucker.
FAZIT: Zugegeben, anfangs war es eine Überwindung mit der Apple Watch zu zahlen. Mittlerweile ist es eine Freude. So schnell geht die Bezahlung mit keiner anderen Zahlart. Ich bin begeistert.

Nicht immer, nicht überall, aber ganz schön oft.
Ja, ich bin ein Fan von bargeldloser, kontaktloser Bezahlung. Mit welchem Gerät ist mir eigentlich egal. Aber das Bezahlen mit der Uhr ist schon verdammt komfortabel und schnell. Trotzdem habe ich auch Bargeld in der Tasche – und sogar Kleingeld. Wobei letzteres entweder zuhause sofort ins Sparschwein wandert, im Büro in der Schublade verschwindet und im Auto in einer Ablage gesammelt wird. Warum? Ganz einfach. Das Sparschwein wird jedes Jahr zur Urlaubszeit geschlachtet. Ihr glaubt nicht wieviel Geld man auf ein Jahr so nebenbei sammeln kann. Im Büro bin ich immer ganz froh wenn ich Kleingeld habe, da die Bäcker ums Eck keine Kartenzahlung anbieten. Und im Auto wird die Kasse regelmäßig für Parkuhren und Co. geleert.

Mein Traum: Immer, überall
Ich will bargeldlose Bezahlung. Bedingungslos überall. Im Kaufhaus, Baumarkt und im Hallenbad. Im Theater, im Kiosk und beim Bäcker. Am Bahnhof, beim Frisör und beim Servicetechniker der bei mir zuhause meine Waschmaschine repariert! Ich bin bereit. Jetzt müssen nur noch der Handel und die Dienstleister nachziehen! Ich freue mich drauf!

One Reply to “Digital Payment: Zahl doch wie du willst”

  1. Ich bezahle ja auch schon ein paar Jahre primär bargeldlos.
    Wie im Beitrag ja schon steht. Es geht nicht immer. Es geht nicht überall. Aber wenn man ein paar Gewohnheiten ändert, kommt man schon ganz Gut ohne Bargeld um die Runden. Unter der Woche brauche ich fast kein Bargeld. Oft steckt der Geldbeutel die ganze Woche in der guten Hose vom Wochenende und ich komm die ganze Woche mit dem Smartphone aus.

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